Drama- und Theatertherapie

2014 Ausbildung zum Drama- und Theatertherapeuten und zum Heilpraktiker für Psychotherapie

 

Freigang

Ein Projekt mit Strafgefangenen der Justizvollzugsanstalt Landsberg/Lech und 3 Schauspielern

in Zusammenarbeit mit dem Landestheater Schwaben

 

Ludwig Kaiser, Direktor der JVA Landsberg sagt:

 

"Die Theaterarbeit hatte Therapiecharakter. Für die teilnehmenden Gefangenen ein wichtiger erster Schritt in ein normales Leben is sozialer Verantwortung.

Thema der Theateraufführung, die über mehrere Wochen erprobt wird, soll die Wiedereingliederung von Straffälligen in die Gesellschaft sein. Es eignen sich Menschen, die ein solches Projekt für sich als weiteren Schritt auf dem Weg in die Resozialisierung sehen würden und ensprechend motiviert wären.

Die Proben fanden zum Teil in der JVA Landsberg, zum Teil auf der Studiobühne in Memmingen statt."

 

"Die Gefangenen agierten in einem öffentlichen Theater als Schauspieler. Sie setzten sich mit ihrer Situation auseinander, schrieben die Texte selbst und spielten auch ihre SItuation selbst. Eine Zensur seitens der Anstalt fand nicht statt."

 

Nachbetrachtung von Ludwig Kaiser, Direktor der JVA Landsberg
  • Alle Regeln wurden von den Gefangenen eingehalten
  • Theaterarbeit hatte Therapiecharakter
  • Theaterarbeit zeigte bei 2 Gefangenen einen durchschlagenden Erfolg - Vom Problemfall zum arbeitenden Freigänger.
     

Die Inszenierung erhielt den bayerischen theaterpreis 2005

"Drei Schauspieler treffen auf drei Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Landsberg. Gemeinsam erzählen sie vom Gefängnisalltag und seinen Schrecken. Monatelang hat Eberth die Männer im Gefängnis besucht und sie dazu gebracht, ihre Geschichten aufzuschreiben. Jetzt stehen J, C und S in Anstaltskleidung auf der Bühne und sprechen über sich selbst. Seltsam unbeteiligt, den Blick ins Leere gerichtet, erzählen sie von der Isolation und der Fremdbestimmung, die ihr Leben im Gefängnis beherrscht. Doch die Distanz bewirkt, dass die Häftlinge nicht in Selbstmitleid versinken, obwohl ihre Texte das stellenweise nahe legen. Matthias Eberth ist es durch seine formal strenge Regie gelungen, dicht an die Männer heranzukommen. Er hat keine grelle Realityshow mit echten Knastis inszeniert, sondern ein nachdenklich machendes Kammerspiel über Menschen in Gefangenschaft.."

Süddeutsche Zeitung


 

Nichts sollte beschönigt werden, nicht die Haftbedingungen, noch die von Lebenslügen verstellte, zwischen Minderwertigkeitsgefühlen und Grandiosität schwankende, Selbstdarstellung der Häftlinge. Durch das Projekt wurden sie mit ihren Rechtfertigungsstrategien konfrontiert - eine neue Art der Selbstwahrnehmung, die vieles verändert hat - als Schritt aus der Schuldfalle heraus zu mehr Eigenverantwortung.
Durch das Projekt konnten J, C und S in den Freigang entlassen werden und leben mittlerweile frei und eigenverantwortlich in unserer Gesellschaft.


siehe auch Gefängnisseelsorge/ Seite 10

Weitere Projekte

Erarbeitung eines Stückes mit obdachlosen

des Sankt-Benno-Wohnheims, München

 

Durch das Projekt wurde es den Teilnehmern ermöglicht die Gründe ihres "Absturzes" zu hinterfragen und sich auf der Ebene des Theaters zu öffnen. Eine Aufführung kam nicht zustande, dafür konnten jedoch kleinere Erfolge aus therapeutischer Sicht erzielt werden.

 

Arbeitslose schauspieler/innen

Wiedereingliederung in den Beruf durch Rollenstudium, Vorbereitung Vorsprechen etc...

Arbeit mit Gehörlosen

Szenisches Arbeiten mit gehörlosen Jugendlichen

Kinder- und Jugendtheater

Stückerarbeitung an der Montessorischule Biberchor: Venezianisches Märchen

 

Ritter Rost und die Hexe Verstexe mit Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 14 Jahren

Fantasievolle Kostüme, geheimnisvolle Kulissen und schaurig-schöne Lichteffekte machten das Musical unter der Spielleitung von Matthias Eberth zu einem echten Erlebnis. Begeistert waren die Zuschauer nicht nur vom schauspielerischen Talent der Kleinen, der Funke ihrer Spielfreude sprang sofort aufs Publikum über, die gebannt dem Geschehen folgten."

Starnberger Merkur

 

Lehrtätigkeit

Schauspielunterricht, Rollenstudium:

Otto-Falkenberg-Schule, München

Schauspielschule Zerboni, München

Expression, Murnau

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© matthias eberth